Sie haben Ihr Ziel erreicht

Meine heutige Strecke erweist sich, obwohl viel Landstraße, als recht eintönig. Gestern bin ich noch auf romantischen Uferstraßen dahin geschlängelt – sowohl in Deutschland als auch in Österreich gibt es hier äußerst reizvolle Abschnitte. Davon ist heute nichts mehr zu merken.

Die Donau hat sich unterdessen vom plättschernden Flüsschen in einen breiten Strom verwandelt. Sowohl in Wien als auch bei Bratislava fahre ich an gewaltigen Industrieanlagen vorbei. Der Fluss wird regelmäßig von immer mächtigeren Stauwehren und Wasserkraftwerken im Zaum gehalten. Über einen dieser Dämme fahre ich sogar hinweg – links eine riesige Stauseefläche, rechts das tosende Wasser des Auslaufs.

In der Slowakei als auch in Ungarn ist die Donau, obwohl direkt neben der Straße, weite Strecken lang nicht zu sehen. Große Deichanlagen schützen die umliegenden Siedlungen vor dem Strom und versperren die Sicht.

Erst die letzten 40 km vor meinem Ziel wird es wieder schön. Hier windet sich die Donau durch das Visegráder Gebirge zum sogenannten Donauknie.

Da ich recht früh aufgestanden bin, knurrt mein Magen schon gegen halb zwölf wieder. Ich beschließe ihm nachzugeben und nehme ein entspanntes und wohlbekömmliches Mittag in Bad Deutsch Altenburg im Café Carnuntum kurz vor der Grenze zur Slowakei zu mir. Mein vorabendlicher Snack an der ungarischen Tankstelle soll sich dagegen rächen: Am Campingplatz angekommen sucht das Sandwich schnell wieder seinen Weg nach draußen. Später nehme ich den Umständen entsprechend ein bescheidenes Abendbrot bestehend aus Apfel und Tee zu mir.

Die Wärme steht hier lange an. Erst ab 22:00 lohnt sich der Versuch, sich ins Zelt zu legen ohne in Kürze schweißgebadet zu sein. Ich hoffe, dass mir eine Dusche noch die nötige Abkühlung verschafft.

Morgen werde ich dann einen Besuch auf dem Sziget Festival wagen…


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